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Bookfinder: Sie suchen ein gutes Buch – wir machen Ihnen einen Vorschlag. LiteraturSchweiz hat einen digitalen Bookfinder entwickelt, der diese Aufgabe übernimmt. Sie brauchen bloss sechs Mal zu klicken und so anzuzeigen, wer Sie sind, der Bookfinder sagt, was Sie (vielleicht) gerne lesen. Sie können den Bookfinder auch benutzen, um ein Lektüregeschenk für Freunde und Bekannte zu finden.  So funktioniert der digitale Bookfinder. Er basiert auf Moritz Tramers «Der Bücherkatalogtest als charakterlogisches Prüfmittel» von 1953. Dem test zufolge sollen Probanden Buchtitel aus einer Liste auswählen, die dem Psychologen ein Bild seiner Interessen vermitteln. Der Bookfinder kehrt das Verfahren um und empfiehlt je nach (Selbst-)Charakterisierung mögliche Bücher zur Lektüre.   Die Grundlage dafür bilden die annähernd 300 Lesetipps von LiteraturSchweiz, die mit aktuellen Neuerscheinungen ergänzt worden sind. Die Resultate des Bookfinder sind so treffend oder unzutreffend, wie man sich oder den/die zu Beschenkende/n anhand von Eigenschaften, Talenten und Interessen zu charakterisieren vermag – und sind, natürlich, mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ein gutes Buch kommt dabei aber allemal heraus. 

Journal

Zensur in Boston: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 21

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Brennen nicht : Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 20

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Verräterischer Index : Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 19

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Neue Verbrennungen: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 18

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Fatwa: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 17

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Zensur-Talibanismus: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 16

Lesetipp

Nicolas Bouvier, Der Skorpionfisch: Im Werk von Nicolas Bouvier nimmt «Der Skorpionfisch» eine zentrale Stellung ein. Bouvier erinnert sich darin an seinen Aufenthalt in Sri Lanka 1956, als er in Krankheit, Depression, böse Träume und Liebesschmerz abstürzte. Wir begegnen Bouvier im Städtchen Galle in einem billigen Zimmer, zunehmend in sich selbst gefangen. Er ist krank und schwankt zwischen Faszination und Verzweiflung über das Gastland. Die Erinnerung an das milde Indien, woher er gekommen ist, macht diese Brutstätte der Lethargie erst recht unerträglich. Seine Beobachtungen sind trübe, und gestochen scharf zugleich. Bedrängt von der Emsigkeit der allgegenwärtigen Insekten, die seine Aufmerksamkeit zunehmend in Beschlag nahmen, gerät nicht nur sein Bericht immer mehr in einen Mahlstrom der Bilder und Assoziationen. Die Sprache fasert aus und spiegelt immer präziser den Irrsinn. Genau darin besteht das Faszinosum dieses fesselnden Berichts von einer «Anti-Reise». Bouvier schrieb das Buch retrospektiv 1981 aufgrund von Erinnerungen, Notizen und einem nächtlichen Diktat, der «Zone de silence». Er selbst hat den Text «surécrit», überladen und überorchestriert genannt. Gerade so macht er die fiebrige Unrast und die existentiellen Abgründe auch sprachlich spürbar.(Beat Mazenauer)

Lesetipp

Douna Loup, Die Schwesterfrau: «L'embrasure» ist der erste Roman von Donna Loup. Er erzählt eine Episode im Leben eines jungen Arbeiters, der von der Leidenschaft für die Jagd und die Natur besessen ist. Die Liebe für das Unterholz bestimmt jeden Gedanken des jungen Mannes. Einzelgänger aus Wahl, hängt er über allem an seiner Freiheit, entschlossen, sich mit keiner der Frauen zu binden, die er trifft. Nachdem die Autorin den Charakter der Figur gezeichnet hat, amüsiert sie sich, die Gewissheiten des jungen Mannes, in dessen Haut sie geschlüpft ist, nach und nach ins Wanken zu bringen. Die Qualität dieses Textes liegt in der Gelassenheit, mit welcher die junge Autorin (Jahrgang 1982) die kalte Bestimmtheit des hitzigen jungen Mannes sensibel umschreibt. Zudem gelingt es ihr, das zu gewinnen, was wie eine Wette daherkommt: die Geschichte vorantreiben zu lassen, indem sie gewichtige Ereignisse einfügt – wie die Entdeckung einer Leiche im Wald, das Auftreten einer gequälten wie selbstsicheren Frau, die genauso bestimmt auftritt wie der Protagonist–, welche alle zusammen einen Teil der Überzeugungen des jungen Arbeiters in die Luft sprengen. Der Autorin schafft es zudem, das Beste für den Schluss aufzusparen und den Leser dieser hundertfünfzig Seiten mit einem absolut unerwarteten Finale zu überraschen.

Lesetipp

Giorgio Orelli, Un giorno della vita / Ein Tag im Leben: Giorgio Orelli wird vornehmlich als Dichter rezipiert. Deshalb überrascht es nicht, dass auch seine Prosa, die er hinterlassen hat, eine genuin poetische Optik und Handschrift verraten. Im schmalen Erzählwerk tupft er alltägliche Situationen hin, lässt Menschen einander begegnen und hält Stimmungen luzide fest. Wenn daraus ein narrativer Strang entsteht, so ist dieser stets auch der Findigkeit der Leserschaft geschuldet. Die Sammlung beginnt mit einem «Scherzo», das musikalischer Satz und Scherz zugleich ist. Eine kurze absurde Begebenheit, die trockene Lakonie und surrealistischen Witz verrät. In den anschliessenden Texten kehrt sich die Stimmung ins gewöhnlich Alltägliche, dennoch behalten sie stets etwas Irrlichterndes und unterschwellig Widerborstiges. Leise schwingen Melancholie und unerfüllte Sehnsüchte mit. Jeder Tag enthält «in gewisser Weise das ganze Leben», zitiert Pietro de Marchi den Autor im Vorwort. Und er fügt an, dass es Orelli wohl darum gegangen sei, «auf kleinem Raum all das zu verdichten, was man im Lauf einer Existenz mit Freude und mit Schmerz erlebt». Das ist der Kern dieser Prosa, weniger das Erzählte an sich. Was sie auszeichnet, ist eine Souplesse, die sich atmosphärisch in grösster Gelassenheit manifestiert, und in einem stilistischen Eigenwillen, der Orellis Prosatexte einzigartig macht. (Beat Mazenauer)

Neuerscheinungen

Silvia Götschi: Muotathal. Emons Verlag.

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