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Agenda

23-07-2017
Querlesen im Musikdorf Ernen
Festival Musikdorf Ernen
Tellenhaus
Ernen

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27-07-2017
Solo-Show: Renato Kaiser in der Kommentarspalte
Renato Kaiser
Mutterschiff Open Air
Menziken

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29-07-2017
Night-Lesung: Warum Sherlock Holmes sterben musste…
Andreas Augustin
Steigenberger Grandhotel Belvédère
Davos Platz

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30-07-2017
Richisauer Literatursommer
Beat Hüppin
Gasthaus Richisau
Klöntal

Journal

Bookfinder: Sie suchen ein gutes Buch – wir machen Ihnen einen Vorschlag. LiteraturSchweiz hat einen digitalen Bookfinder entwickelt, der diese Aufgabe übernimmt. Sie brauchen bloss sechs Mal zu klicken und so anzuzeigen, wer Sie sind, der Bookfinder sagt, was Sie (vielleicht) gerne lesen. Sie können den Bookfinder auch benutzen, um ein Lektüregeschenk für Freunde und Bekannte zu finden.  So funktioniert der digitale Bookfinder. Er basiert auf Moritz Tramers «Der Bücherkatalogtest als charakterlogisches Prüfmittel» von 1953. Dem test zufolge sollen Probanden Buchtitel aus einer Liste auswählen, die dem Psychologen ein Bild seiner Interessen vermitteln. Der Bookfinder kehrt das Verfahren um und empfiehlt je nach (Selbst-)Charakterisierung mögliche Bücher zur Lektüre.   Die Grundlage dafür bilden die annähernd 300 Lesetipps von LiteraturSchweiz, die mit aktuellen Neuerscheinungen ergänzt worden sind. Die Resultate des Bookfinder sind so treffend oder unzutreffend, wie man sich oder den/die zu Beschenkende/n anhand von Eigenschaften, Talenten und Interessen zu charakterisieren vermag – und sind, natürlich, mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ein gutes Buch kommt dabei aber allemal heraus. 

Journal

«Nessun messaggio nuovo» Dada Montarolo: Recensione di viceversaletteratura

Journal

«Après l’Union» de Antonio Rodriguez: Critique par viceversalittérature

Journal

Bücher verwaist: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 29

Journal

Gianna Molinari wird in Klagenfurt ausgezeichnet: Gianna Molinari wird in Klagenfurt ausgezeichnet

Journal

Die Buch-Kreuzigung durch Johann Wolfgang von Goethe: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 28

Journal

Mitteilungen: Jetzt online: SIKJM-Medientipps

Lesetipp

Jacques Chessex, Ein Jude als Exempel: Am 16. April 1942 wird der Viehhändler Arthur Bloch neben dem Markt von Payerne erschlagen und im Neuenburgersee versenkt. Bloch war bei den Bauern als fairer Händler geschätzt – aber er war Jude. Das genügte, dass ihn eine Gruppe von dumpfen Nazis zur Hinrichtung auserkor. Jacques Chessex, 1934 in Payerne geboren, kannte den Fall vom Hörensagen her. Er rollt ihn nochmals auf. Im Stil des nüchternen Chronisten erzählt er Arthur Blochs ‹Martyrium›, auch um zu ergründen, ob so etwas wieder geschehen könnte. Hinter den unbedarften fanatischen Mördern, die schnell gefasst wurden, entdeckt er ein Netzwerk von perfide kalkulierenden Agitatoren, unter ihnen den ehemaligen Pastor Lugrin. Sein Hass war unbändig und grundsätzlich. Chessex schildert, wie er Lugrin 1964 zufällig in einem Lausanner Café erkennt und sich ihm für ein paar gespenstische Momente gegenüber setzt. Bloch war ein zufälliges Opfer, an dem ein Exempel statuiert wurde. Indem er den Fall aufgreift, hält Chessex die sinnlose, grausame Tat im kollektiven Bewusstsein. Vor allem in Payerne hat das Buch provoziert, vielleicht gerade weil es nur sachlich, nüchtern nacherzählt, weil es verstehen und nicht anklagen will. (Beat Mazenauer)

Lesetipp

Hugo Ball, Tenderenda der Phantast: «jolifanto bambla ô falli bambla». Die erste Zeile seines legendären «Karawane» -Gedichts hat Hugo Ball unvergesslich gemacht. 1916 liess sich der Irrsinn des ersten Weltkriegs kaum treffender ausdrücken. Parallel zu seinen Dada-Versen hat Hugo Ball damals, zwischen 1914 und 1920, auch an einem «Büchel» geschrieben, das erst Jahrzehnte nach seinem Tod erscheinen sollte: «Tenderenda der Phantast». Die Jolifanto-Karawane tritt auch hierin auf. Allein «Tenderenda der Phantast» greift über die Dada-Poesie hinaus und zeichnet ein schillerndes Bild des politischen Dadamysten Ball. Prosa und Lyrik munter mischend hat er ein wunderbares Gauklerstück gedichtet, das rein ist an poetischem Geist und zugleich tief eingeschwärzt durch die Ereignisse der Zeit. Unbeschwerte, synästhetische Sprachbilder wechseln mit finsteren Anspielungen auf eine bedrohliche Wirklichkeit: Zauberflug und Gräberreihen. «Die Angst vor der Gegenwart verzehrt uns.» Die Welt, wundert sich Ball schelmisch und erstaunt zugleich, rege sich über die Reden von Clemenceau oder Lloyd George weniger auf als «über das schwankende Häuflein dadaistischer Wanderpropheten». Die närrische, anarchische Negation geltender Normen wurde für gefährlicher erachtet als die von Angst zerfressene Normalität. Insofern enthält die dadaistische Buffonade hinterrücks auch eine politische Predigt. (Beat Mazenauer)

Lesetipp

Eugène, Ein unfassbares Land: Woran erinnere ich mich, wenn ich an meine Kindheit denke? Wie erzähle ich mein Leben? Der Lausanner Schriftsteller Eugène hat auf das autobiografische Problem eine ebenso simple wie bestechende Antwort gefunden: Er kristallisiert seine Kindheit in zwanzig Dingen. Sein Roman Ein unfassbares Land/La Vallée de la Jeunesse erzählt in kindlicher Logik von Dingen, «die gut für mich waren» und von solchen, «die schlecht für mich waren». Ein Kilo Tomaten, ein Postpaket, ein Anatomiebuch, der Rosarote Panther, ein Moped, ein Schuh, der auf einer Bergwanderung im Schlamm steckenbleibt – all diese Gegenstände bergen Erinnerungen und Verwicklungen. Und weil Dinge, wie wir aus Walter Benjamins Berliner Kindheit wissen, ein Eigenleben führen, ist im Vorneherein nie klar, ob Eugènes rasante Erzählungen in Richtung Komik oder Tragik ausschlagen. Ebenso unvorhersehbar ist der Alltag für den jugendlichen Ich-Erzähler und seine Familie in der fremden Schweiz, wo sie nach der Flucht aus Rumänien gelandet sind. Mit Humor und Sinn fürs Absurde erzählt Eugène, der mit vollem Namen Eugène Meiltz heisst, die Migrationsgeschichte seiner Familie. Vor allem aber ist Ein unfassbares Land ein Buch über die existenzielle Herausforderung des Erwachsenwerdens. Die Jugend des Ich-Erzählers endet in dem Moment, in dem sein Vater stirbt. Doch die Liebe zu den Dingen bleibt. Die vielleicht schönste Geschichte ist dem Reisenotizbuch gewidmet, in dem der erwachsene Erzähler in Syrien materielle Spuren sammelt, z.B. einen Flecken Humus oder Meerwasser, und dadurch in einem Café in Damaskus selber zum Geschichtenerzähler wird. Dass man diesen Text einst als Hommage an eine vom Krieg zerstörte Kultur lesen würde, konnte Eugène beim Schreiben noch nicht wissen. (Martina Läubli)

Neuerscheinungen

Alfred Bodenheimer: Ihr sollt den Fremden lieben. Nagel & Kimche.

Neuerscheinungen

Markus Bundi: Planglück. Erzählung. Klöpfer und Meyer.

Nachrichten

LiteraturSchweiz Tweets: [swissliterature] Novità → Recensione «Nessun messaggio nuovo» Dada Montarolo https://t.co/k36Hz53kWB

lit21: Nutzloses Gesindel [Buch Release]

lit21: Gertrude Lübbe-Wolff: „Das Dilemma des Rechts“ – Recht kann im Einzelfall auch nachgeben

Swissinfo Culture RSS: Die fliegende Dunkelkammer

lit21: Efeu – Die Kulturrundschau vom 22.07.2017 – Literatur

Festivals

Tales. 18. Seetaler Poesisommer: Das längste Literaturfestival der Schweiz

Rigi Literaturtage: Rigi Kulm

Le livre sur les quais 2017: Morges (Waadt)