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Roland Buti

Das Flirren am Horizont

«In der Hoffnung, dass mir gleich irgendetwas Aussergewöhnliches zustossen würde, hatte ich mir angewöhnt, längere Zeit mucksmäuschenstill zu verharren.»


Schweizer Literaturpreise 2014

 
Mit seinem Roman «Le Milieu de l’horizon» lässt Roland Buti uns eintreten in die kleine Welt eines Bauernhofs im Welschland. Er tut dies mit einer Kraft, die an gewisse Werke von William Faulkner erinnert. Hinter den Kulissen sind seltsame Mächte und Kräfte am Werk. Durch sie gerät das Familienleben des 13-jährigen Gus aus den Fugen. Er ist der ohnmächtig verschreckte Beobachter eines mannigfachen Zerfalls, des Zerfalls der traditionellen Landwirtschaft, der Paarbeziehung seiner Eltern und der kindlichen Unschuld. Die Ereignisse konzentrieren sich auf den Sommer 1976 und seine legendäre Trockenheit. Alles dreht sich in der Gluthitze dieses Hochsommers und seiner Gewitter. Dass die alte Stute stirbt, ist nur noch eine Bagatelle. Die Leidenschaft brennt: Alles verbrennt. Die nüchterne Sprache des Autors trifft auf Glut. Das ist grosse Literatur.
(Schweizer Literaturjury)

Zur Übersetzung empfohlen von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia: www.12swissbooks.ch
Im Jahr 1976 erlebt die Schweiz einen ungewöhnlich heissen und trockenen Sommer, die Temperaturen sind so hoch wie schon lange nicht mehr. Die Regierung erklärt den Notstand, auf dem Land müssen die Armee und die Feuerwehr ausrücken, die Bauern verlieren Vieh und Ernte, alles scheint auseinander zu fallen. Auch der abgelegene Bauernhof der Familie Sutter wird bedroht, auch hier, im Waadtland, geht es bald dramatisch zu.
Gus, eigentlich August, der Erzähler dieses Romans, ist in jenem Sommer dreizehn Jahre alt, und für ihn wird dieser Sommer vieles für immer verändern. Sein Vater hat sein ganzes Vermögen in die Hühnerzucht investiert, aber die Küken sterben in der Hitze schnell weg. Die Erneuerung des Bauernhofes scheint gescheitert, und der Vater zieht sich allmählich zurück. Die Mutter wiederum bekommt immer wieder Besuch von Cécile, einer jungen Frau. Eines Tages werden die beiden Frauen gemeinsam den Hof verlassen, sie sind ein Liebespaar. Und Rudy, der geistig behinderte Knecht und gute Kumpel von Gus, spürt manches von dem kommen, was den Hof und die Familie bedroht.
Gus, der sensible Junge, wird unsanft aus seiner Welt herausgerissen. Statt mit seiner geliebten Taube zu spielen und Comics zu lesen, muss er sich nun um die Tiere kümmern, die von den Eltern vernachlässigt werden. Es herrscht Futtermangel, Gus fährt Wasser auf die Felder, er melkt die Kühe, die man vergessen hat, und er erlebt, wie ein altes Pferd stirbt. Sein Gefährte Rudy wird von einem Balken erschlagen, Gus bleibt nichts erspart. Und er verliert nicht nur seine Illusionen, er verliert auch seine Unschuld, in den Armen eines Mädchens, das ihn verführt. Als am Ende des Hitzesommers schwere Gewitter toben, ist das nicht nur eine Erleichterung. Die kleine Welt, von der Roland Buti auf wunderbare Weise erzählt, wird gleich ein weiteres Mal auf die Probe gestellt, diesmal vom Wasser.

(Martin Zingg)

Übersetzt von: Adolf Saager

Originaltitel: Le Milieu de l’horizon

Nagel & Kimche, Zürich 2013

ISBN: 978-3-312-00636-6

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