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20.00 Uhr
Trotz allem.
Gardi Hutter
Stadttheater Langenthal
Langenthal
27-02-2025
Poetologischer Input. Leif Randt spricht über sein…
Leif Randt
Universität Fribourg
Fribourg
27-02-2025
Text! - Literatur im Gespräch
Andi Schoon (Moderation: Hartmut Abendschein)
Universitätsbibliothek Bern, Bibliothek Münstergasse, Veranstaltungssaal, 1. UG
Bern
27-02-2025
Pult: Lyrikwerkstatt im Februar
Aargauer Literaturhaus Lenzburg, AMSEL, Klagenfurt…
Aargauer Literaturhaus Lenzburg
Lenzburg
Mitteilung 2024-07-12 [«Topshelf Night» Schloss Lenzburg]: Eine Sommernacht zwischen Lichtern und Stars, die ganz der Literatur und dem Lesen gehört! Und Bookstagram! Und BookTok!
Mitteilung 2024-06-26 [Bachmann-Preis]: Statt Fussball 3 Tage lang Literatur gucken: Heute starten die diesjährigen «Tage der deutschsprachigen Literatur».
Mitteilung 2024-06-24 [Pro Litteris Preis 24 – Sasha Filipenko & Maud Mabillard]: ProLitteris verleiht zwei Preise in der Sparte Literatur an Sasha Filipenko und Maud Mabillard.
Mitteilung 2024-06-21 [Literaturfestival Zürich]: Nicht verpassen: Vom 8.-14.7.24 steigt wieder das Literaturfestival Zürich.
Mitteilung 2024-06-17 [Stiftung Lydia Eymann Literaturstipendium]: Bis 30.6.24 bewerben fürs Stipendium der Lydia Eymann Stiftung.
Mitteilung 2024-06-11 [Markus Bundi «Wilde Tiere»]: Beat Mazenauer bespricht «Wilde Tiere» von Markus Bundi für Viceversaliteratur.ch.
Urs Widmer, Top Dogs: Die Wirtschaft ist ein Anker unserer Gesellschaft, der oft in losem Untergrund festgemacht ist. Phrasen wie Technology assessment und Just-in-time-delivery sickern in die alltägliche Sprache ein, oft ohne Sinn und Verstand. Mit einem raffinierten Dreh hat Urs Widmer daraus ein Schauspiel gemacht. In einer «New Challenge Company» treffen sich ehemalige Kaderleute, die von ihren Firmen «outplaced» wurden, also entlassen und eingespart. Ihr Weg zurück in die Normalität ist schmerzlich und schwierig, gerade weil sie alle Gefangene all der eingeübten Floskeln geworden sind. Während Jahrzehnten haben sie Leistungsbereitschaft gezeigt, wo es ging ihre Abteilungen optimiert und dafür das Privatleben geopfert, bloss um selbst Knall auf Fall entlassen zu werden. Sie sind das Ergebnis ihrer eigenen Strategien geworden. In Rollenspielen und Betreuungsgesprächen versuchen sie wieder Fuss zu fassen. Urs Widmers Stück ist ein ebenso verräterisches wie unideologisches Spiel mit Phrasen und Strategien, die sich längst verselbständigt haben. Markt und Macht kreieren ihre eigenen Gesetze, die eher den Regeln des Kriegs als der Menschlichkeit folgen. In einem kruden «Globish» (wie es der Autor Daniel de Roulet einmal genannt hat) wird eine eigene Welt geschaffen, aus der kaum Wege hinausführen. Urs Widmers «Top Dogs» kreiert dafür ebenso komische wie tragisch anmutende Szenen. Ein Stück weit sind wir alle schon Teil dieser Kunstwelt namens Marketing. (Beat Mazenauer)
Fabiano Alborghetti, Maiser: In seinen Versepos «Maiser» erzählt der Tessiner Autor Fabiano Alborghetti die Geschichte eines Auswanderers aus Mittelitalien, der mit seiner Frau im Tessin Arbeit und eine Zukunft suchte. Bruno und Fermina war das Glück hold – aber was heisst das schon. Die beiden fanden eine Anstellung, die bezahlt wurde, sie bekamen zwei Kinder, die in der Schweiz bleiben durften, ein kleiner Wohlstand – alles mit harter redlicher Arbeit verdient. Was an dieser glücklichen, auch melancholischen Migrationsgeschichte besonders auffällt ist aber die Form. Alborghetti erzählt seine Geschichte in Versen, die von den beiden Übersetzerinnen Maja Pflug und Klaudia Ruschkowski in ein geschmeidiges, fliessendes Deutsch übertragen worden sind. Vergleichbar den Versepen von Derek Walcott findet er im Ton einen Mittelweg zwischen mythischer Höhe und schrecklichen Abgründen gefunden haben. Alborghetti manövriert seinen Gesang von der Auswanderung eines gewöhnlichen Mannes wunderbar zwischen lyrischem Pathos und alltäglicher Entbehrung und Entfremdung hindurch und bring Poesie und Prosa zu einer Einheit, die genau diesen einen Menschen meint und zugleich ein Menschheitsschicksal erzählt. Der Dichter ist ein freundlicher Begleiter seiner Figuren Bruno und Fermina, er lässt sie die soziale Armut zuhause in Italien, die Feindlichkeit gegenüber den Maisern, den Polentafressern und Tschinggen in der Fremde durchstehen, er lässt sie selbst in schwierigen Situationen die Hoffnung bewahren, sei es auch nur mit einer süssen Erinnerung an die toskanische Heimat. Die frei variierten Verse und der musikalische Rhythmus erlauben Verallgemeinerungen und Lücken, die dem Prosaautor in dieser Form vielleicht verboten wären. Und vor allem erlauben sie eine grosszügige Empathie und Empfindsamkeit, die nie störend wirken, sondern eine Geneigtheit verraten, die Bruno und Fermina in ihrem Schwanken zwischen Mut und Verzweiflung verdienen. (Beat Mazenauer) Schweizer Literaturpreis 2018
Hans Boesch, Die Fliegenfalle: Der Autor Hans Boesch hat sein literarisches Werk auf der gefährlichen Kluft zwischen Natur und Technik errichtet. 1970 äusserte er dazu in einem Gespräch: "Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Gesellschaft voller Anachronismen steckt und das jedes noch so genau konstruierte und durchgerechnete Gebäude auf einem höchst unsichern Untergrund steht". Im Roman "Die Fliegenfalle" geraten diese beiden Kräfte konflikthaft aneinander. Der Bau eines Stollens durchs Gebirge wird unterminiert von der persönlichen Beziehung der beiden Ingenieure Jul und Pardiel. Beide, miteinander verbunden und getrennt durch eine Frau, sind rastlsoe Naturen, die zwar nirgends Ruhe finden, aber auch nicht vorwärts- und fortkommen. So verstockt sie sich in ihren Gefühlen zeigen, so sehr werden ihnen jedoch bei ihrem Handwerk Ehrlichkeit und Offenheit abverlangt. Das prekäre Gleichgewicht von Naturgewalt und Ingenieurskunst verzeiht keine Nachlässigkeit. Natur wie Technik erweisen sich dabei als ambivalent: sie sind ebenso bedrängend wie rettend. Hans Boesch bezwingt diesen Gegensatz nicht nur mit hohem Sachverstand, sondern auch literarisch beeindruckend, indem er, wie sein Kollege Hermann Burger schrieb, "die Sprache bezwingt, wie sein Held den Berg bezwingen möchte". (Beat Mazenauer)
Katharina Geiser: Die Wünsche gehören uns. Roman. Jung und Jung.
Eva Roth: Säen, sammeln, Wurmkompost. Helvetiq.
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