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Les Mensch

«Maintenant je sais parce que maintenant je l'ai fait. Maintenant, je commence à mentir parce que toute ma vie sera mensonge. Maintenant, personne ne saura jamais combien cela m'a rendue différente.»

Die Mensch sind eine ganz normale Familie. Sie leben in einem normalen Quartier, sie haben die üblichen Ängste und ganz gewöhnliche Hoffnungen. Theo, der Familienvater, hat Angst vor dem Älterwerden. Muriel, seine Gattin, fürchtet sich davor, keine ideale Mutter zu sein. Marie, die Tochter, entdeckt, dass sie nicht ewig leben wird. Und Simon, ihr junger Bruder, ist geistig behindert und wünscht sich eine Unabhängigkeit, die unmöglich ist.
Als die Sommerferien nahen, macht sich Theo daran, den Keller des Einfamilienhauses aufzuräumen. Früher wohnte seine Mutter darin, nun will sich die ganze Familie darin niederlassen. Alle haben ihre guten Gründe, sich da unten einzuschliessen. Und alle halten auf ihre Weise fest, warum sie dort wohnen wollen. Bei Theo wird deutlich, dass er ein weniger gewöhnliches Leben vorzöge, in einem Notizheft hält er das fest. Die Listen und Aufzeichnungen von Muriel zeigen dagegen ihr starkes Bedürfnis nach Normalität. Und in ihrem «lieben Tagebuch» registriert Marie ihre ersten Liebeserschütterungen. Simon schliesslich kann sich nur durch die anderen zum Ausdruck bringen. Und Lucie, die alte Nachbarin, hält ein Auge auf alles.
Aus der Sicht der Beteiligten wird sich später ein Drama rekonstruieren lassen, das lange Zeit verborgen geblieben ist. Und zu den familiären Sichtweisen kommt noch eine weitere: «Autopsie eines Dramas: die merkwürdige Geschichte der Familie Mensch», so heisst das Buch eines gewissen Nicola Lievo, aus dem zitiert wird.
(Martin Zingg)
 
Zur Übersetzung empfohlen von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, www.12swissbooks.ch

Übersetzung des Titels: Die Familie Mensch

Le Seuil, Paris 2012

ISBN: 978-2-02-106329-5

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