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Christoph Simon

Der Suboptimist

„Kann mit der einen Hand Luftpolsterfoliennoppen platzen lassen und mit der anderen ein Fixleintuch zusammenlegen.“

Die Lektüre offenbart schnell, dass der Untertitel von Christoph Simons „Der Suboptimist“, „Kleine Romane“ ein suboptimistisches Missverständnis ist. Die darin enthaltenen Texten sind Bühnentexte, die den grossen Roman behaupten. Live pflegt der Performer Simon eine Erzählweise, die sich durch stoische Lapidarität und trockene Humorlosigkeit auszeichnet, welche erst recht zum Lachen reizt. Mit einer biedermännischen Erbarmungslosigkeit beschreibt er Banalitäten aus dem Alltag und schrecklich nette Familienverhältnisse, um auf der Suche nach Worten immer wieder Zuflucht in vielsagenden, gleichwohl treffenden Sprachbildern zu finden. Dieser Erzählgestus allerdings will nicht ins Romangenre passen, wie es „Der Suboptimist“ behauptet. Die fünf grossen Geschichten, die der Band umfasst, unterwerfen sich nur gezwungenermassen einer dramaturgischen Klammer. Egal ob der Ich-Erzähler von seinen skrupulösen Freundschaften erzählt oder von seiner Liaison mit Frau Fink – ein tragfähiger Plot kristallisiert sich kaum heraus. Es geht um etwas ganz anderes. Simon ist ein loser Erzähler – ein Loser als Erzähler auch –, dem das träfe Aperçu, die situative Übertreibung, die abschüssige Szene, die seltsame Beobachtung, die performative Pointe näher liegen als die narrative Gestaltung über längere Strecken. Der Beitrag in der „Wortknall“-Sammlung steht genau dafür. Christoph Simon hat ihn aus dem grösseren Zusammenhang herausgelöst – wodurch der Text seine Souveränität zurückgewinnt. Deshalb ist es empfohlen, den „Suboptimisten“ nicht am Laufmeter zu lesen, sondern etappenweise. Erst so geht die Saat dieser Texte auf.
Wer immer den überforderten Rabenvater sucht, findet ihn bei Simon in seiner boshaften Gereiztheit trefflich festgehalten. Und wer mehr über das Selbstverständnis eines Dichters erfahren möchte, wird bei dieser legendären Beschreibung fündig:
„Wer bin ich? Ein Poet. Und wer will ich sein? Ein Held möchte ich sein. (…) Ein Swiss Action Hero. Kann eine Operation am offenen Hirn ausführen und dazu einen Kindergeburtstag organisieren. Kann mit der einen Hand Luftpolsterfoliennoppen platzen lassen und mit der anderen ein Fixleintuch zusammenlegen.“
In solchen Momenten zeigt sich der Meister. Christoph Simon hat einen ausgesprochen genauen Blick für die alltäglichen Dinge und ihre Tücken. In dem er sie schreibend verarbeitet, bereitet er nicht bloss Freude, sondern schärft auch die Optik der Lesenden.

(Beat Mazenauer)

Knapp Verlag, Olten 2021

ISBN: 978-3-906311-87-6

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