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Adelheid Duvanel

Das verschwundene Haus

«Eine schöne Frau lächelte ihm zu, doch er hatte die Zähne so fest zusammengebissen, dass er nicht zurücklächeln konnte.»

Literarische Radikalität findet sich selten so sanft formuliert wie bei Adelheid Duvanel (1936-1996). Ihre Protagonisten beanspruchen nicht viel Raum. Von allen guten Menschen verlassen, sprach-, glück- und zukunftslos finden sie an kleinen Orten Platz, in einem engen Zimmer, einem verfallenen Schuppen oder einer kleinen Höhle. Ihre Wünsche schweifen selten ab in die Ferne, meist bleiben sie anspruchslos und bescheiden. In ihren Erzählungen zeichnet Adelheid Duvanel davon lediglich Umrisse. Sie skizziert kleine, an sich belanglose Begebenheiten, die in sich eine immense Traurigkeit, Melancholie und Ausweglosigkeit bergen. Sie gibt knappe Einblicke in gescheiterte oder misslungene Leben, ohne eine Erklärung dafür zu fordern. Das Leben erscheint in ihren Texten auf eine grausame Art und Weise klar und unveränderlich. «Als endlich ein Bett für die Frau frei war, war sie tot.»
Selbst die Natur bietet keinerlei Trost. Winde ohrfeigen die Menschen, Schnee bedeckt alles mit Schweigen. So bleibt nur eines: Fortgehen, scheiden, verreisen. Das ist, was übrigbleibt an Träumen: «Der Zug sollte nie halten". Zu welchem Ende, bleibt ungewiss, auch für das Mädchen Agnes, das «auf der Suche war nach etwas, was es nicht gibt.» Und dennoch leuchten viele dieser Geschichten von einsamen, auch trotzigen Versagern, zu deren poetischer Anwältin sich Duvanel unverhohlen erklärt.

(Beat Mazenauer)

Luchterhand Literaturverlag, Darmstadt 1987

ISBN: 3-630-86660-3

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