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Nicht Anfang und nicht Ende

«– L’avessi saputo che sarebbe andata così! – sospiravo io ad ascoltare quei discorsi; mi rammaricavo di non essere stato più furbo, di non aver intraveduto ciò che stava per succedere; mi rincresceva del tempo perduto in America. […] – A me è proprio toccata la sorte del soldato che ci lascia la pelle l’ultimo giorno di guerra per un colpo sparato a caso.»

«Nicht Anfang und nicht Ende» ist ein bewegendes Buch, in dem die Melancholie oder – um einen Ausdruck zu verwenden, der im Werk einige Male vorkommt – das «Bedauern» überwiegt. Zunächst einmal die Melancholie eines Volkes – dem des Autors –, das seit Jahrhunderten dazu gezwungen ist, das Glück in der Emigration zu suchen, aber auch und vor allem die Melancholie des Protagonisten Gori, der als junger Mann nach Amerika aufbricht und bei seiner Rückkehr Jahre später ein verändertes Land vorfindet. Dieser Gori, «ein armer Mann, der nur einen Haufen Traurigkeit hinter sich herzieht», erzählt, als nunmehr alter Mann, das eigene Leben als Emigrant: die Strapazen einer mühseligen Existenz, die verzehrende Liebe für die schöne Maddalena, die Entscheidung zur Emigration und die Jahre in Amerika, die Rückkehr. «Aufbrechen, zurückkehren, nicht mehr hier noch dort sein». Den Hintergrund bildet das Fresko einer Welt, das Landleben, das dem Verschwinden nah ist und vom Autor mit Anteilnahme und Detailreichtum eingefangen wird. Ein Roman, bei dem sich Realismus und Poesie abwechseln, traurige Seiten und solche strahlenden Glücks, «denn wenn die Alpen schon sind, dann sind sie richtig schön». Geschrieben in einer Sprache, die das Italienische mit Tessiner Dialekt mischt, gilt «Nicht Anfang und nicht Ende» allgemein als ein Klassiker unter den Schweizer Romanen in italienischer Sprache.

(Matteo Ferrari, übersetzt von Christoph Roeber)

Neuausgabe: Zürich : Limmat Verlag, 2006

Übersetzt von: Giò Waeckerlin Induni

Originaltitel: Il fondo del sacco

Werner Classen, Zürich 1973

ISBN: 3-85791-495-5

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